Haltung







Persianermantel zum Wenden gearbeitet


Mode ist für mich mehr als Kleidung.

Sie begleitet Menschen. Sie bewahrt Erinnerungen. Und manchmal erzählt sie Geschichten, die über Generationen weitergegeben werden.
In einer Zeit, in der vieles schnell gekauft und schnell ersetzt wird, fasziniert mich das
Gegenteil: Dinge, die bleiben dürfen.


Seit vielen Jahren arbeite ich als Kürschnermeisterin und Gestalterin. Dabei interessieren mich nicht nur Materialien und Techniken, sondern vor allem die Menschen, die sie tragen.


Ich glaube, dass Qualität immer ihre Zeit hat.
Dass gute Materialien Wertschätzung verdienen.
Und dass Individualität niemals aus der Mode kommt.







Ich war ein alter Persianermantel,
hing einsam und vergessen im Schrank,
jetzt bin ich im Wohnzimmer mit dabei.




Lieber verändern als ersetzen.
Lieber weiterdenken als wegwerfen.
Lieber gestalten als konsumieren.

Diese Haltung prägt meine Arbeit bis heute.
Für meine Kollektion „Feld · Wald · Wiese“ wurde ich 2016 mit dem Staatspreis des Landes Rheinland-Pfalz für achtsames Pelzdesign ausgezeichnet.

Die Auszeichnung war für mich nicht die Anerkennung eines einzelnen Entwurfs, sondern die Bestätigung einer Überzeugung, die mich bis heute begleitet:

  • Vorhandenes wertschätzen.
  • Materialien neu denken.
  • Traditionelles Handwerk mit zeitgemäßer Gestaltung verbinden.

Die drei Themenwelten Feld, Wald und Wiese bildeten den gestalterischen Rahmen dieser Kollektion. Ergänzt wurde sie durch einen Entwurf aus Persianer, der zeigt, wie sich traditionelle Materialien in eine moderne Formensprache übersetzen lassen.




Diese Haltung begleitet mich bis heute.


Ob geerbter Pelz, Maßanfertigung oder Lieblingsstück – immer geht es darum, das Besondere
zu erkennen und daraus etwas zu gestalten, das bleibt.

Denn Sie sind das Maß meiner Arbeit.



Umgestaltungsvorschlag
Persianer mit Wollstoff